Schuhpflege

So pflegen Sie Ihren Asolo Schuh richtig!

 
Schritt 1: Reinigung

  • Um den Schuh ordentlich zu trocknen stellen Sie Ihn am besten, bei weit geöffneter Zunge, an einen schattigen und gut belüfteten Ort.

  • Nehmen Sie die Einlegesohlen nach jeder Tour heraus da sich hier viel Feuchtigkeit sammelt. Bei gröberer Verschmutzung und Nässe empfiehlt es sich auch die Schnürsenkel zu entfernen. Somit kommen Sie bei der Pflege auch gut an schwer zugängliche Stellen wie Zunge und Wasserlasche.

  • Den Schuh am besten nach jeder Tour abbürsten. Bei hartnäckigem Schmutz am besten unter fließendem Wasser mit der Bürste reinigen bevor Sie ein Pflegeprodukt auftragen.

  • Bei extremer Verschmutzung empfehlen wir ein spezielles Schuhreinigungsmittel.

  • In Gegenden mit hohen Calcium Anteil im Wasser empfehlen wir destilliertes Wasser für die Reinigung.




Schritt 2: Imprägnierung

  • Nach der Reinigung besprühen Sie den Schuh, in leicht feuchtem Zustand, mit einem Imprägnier Spray. Bei leichter Feuchtigkeit des Leders sind die Poren weit geöffnet und die Imprägnierung kann somit tief ins Material eindringen. Bitte folgen Sie dabei der Gebrauchsanleitung auf Ihrem Pflegemittel!

  • Die regelmäßige Behandlung mit Imprägnier Spray verhindert die Aufnahme von Feuchtigkeit und Schmutz.

  • Durch diese Vorgehensweise saugt sich das Obermaterial nicht mit Wasser voll und die Atmungsaktivität und die Regulierung der Temperatur im Schuh ist somit gewährleistet.

  • Die volle Wirkung der Imprägnierung entfaltet sich nach 24 Stunden.




Schritt 3: Pflege

  • Egal wie oft oder stark Sie Ihre Schuhe beanspruchen, sollten Sie sie regelmäßig mit speziellen Pflegemitteln behandeln. Vor allem wenn die Schuhe häufig der Nässe ausgesetzt sind ist es unerlässlich, sie mittels einer weichen Bürste mit einer Wachscreme- oder Wachspaste einzureiben. Dies gilt auch für Schuhe mit einer GORE-TEX® Membrane. Unzugängliche Stellen wie Zunge/Schnürbereich nicht vergessen. Vor allem auch den Übergang von Leder zur Sohle/Geröllschutzrand berücksichtigen, damit hier das Leder nicht brüchig wird.


  • Leder, das sich mit Wasser vollgesogen hat und aufquillt, muss entsprechend gepflegt werden um die Passform, Elastizität und Widerstandsfähigkeit zu bewahren. Nicht gepflegtes Leder trocknet aus, wird brüchig, reißt an den Nähten und wird letztlich irreparabel beschädigt. Um dies zu vermeiden reiben Sie das Pflegeprodukt mit einem Lappen in das Obermaterial ein und polieren sie es mit einer Schuhbürste nach.

  • Die Verwendung von Ölen und Fetten ist nicht zu empfehlen. Das Leder wird dabei zwar sehr weich und nahezu wasserdicht, verliert jedoch dabei an Stabilität und Atmungsaktivität.




Schritt 4: Lagerung

  • Lederschuhe am besten in einer Schuhtasche oder Karton an einem trockenen und gut belüfteten Ort aufbewahren. Sollten die Schuhe im inneren noch feucht sein, können sie diese mit Papier ausstopfen um die Feuchtigkeit aufzusaugen und auch die Form zu behalten. Hier empfiehlt sich auch ein Holzschuhspanner um eine Knickfalte zu vermeiden.

  • Nicht in feuchten und unbelüfteten Räumen oder im Kofferraum aufbewahren da Schuhe sonst Schimmel ansetzen können und sich verformen.

  • Schuhe nie in an einem heißen Ofen oder einer anderen Hitzequelle trocknen oder der direkten Sonne aussetzen. Das Leder wird sonst spröde und bricht. Auch Haken und Nieten können in Mitleidenschaft gezogen werden.




Weitere Tipps zur Schuhpflege


  • Neu gekaufte Schuhe benötigen vorerst keine zusätzliche Pflege bevor Sie das erste Mal auf Tour gehen.


  • Lederfutter sollte von Zeit zu Zeit mit einem speziellen Lederpflegemittel gepflegt werden um das austrocknen durch aggressiven Fußschweiß zu vermeiden.


  • Das GORE-TEX® Futter benötigt keine besondere Pflege sollte aber gelegentlich mit lauwarmen Wasser oder einer leichten Seifenlösung gereinigt werden.


  • Mangelnde oder falsche Lederpflege lässt die GORE-TEX® Membrane jedoch wirkungslos werden. Daher ist es nicht ausreichend intensiv genutzte Schuhe lediglich mit einem Imprägnier Spray zu behandeln.


  • Leder- oder Synthetik Schuhe niemals in der Waschmaschine waschen. Durch die mechanische Einwirkung und hohe Wassertemperatur können Farbpigmente ausgewaschen werden, Obermaterialien beschädigt und Verklebungen gelöst werden. Dies führt zu irreparablen Schäden.


  • Bitte beachten Sie, dass die raue Oberfläche von Nubuk- oder Velourleder bei der Pflege mit Wachs glatter wird und nachdunkelt. Mit einer speziellen Wildlederbürste lässt sich das Leder jedoch wieder etwas anrauen. Um die Veränderung so gering wie möglich zu halten kann ein flüssiges Pflegemittel verwendet werden.

  • Glattes und gewachstes Leder sind leichter in der Pflege und gegenüber Feuchtigkeit und Schmutz resistenter.


  • Auch Textilmaterialien sollten regelmäßig imprägniert werden um die wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften beizubehalten bzw. zu erneuern.


  • Geben Sie Ihren Schuhen auch während einer mehrtägigen Tour die Möglichkeit auszulüften. Entfernen Sie das Fußbett und öffnen Sie die Schuhe weit.


  • Auch grob verschmutzte Laufsohlen sollten vom Schmutz befreit werden, damit auf der nächsten Tour das Profil wieder voll zum Einsatz kommen kann.


  • Säure, Benzin und Jauche können das Sohlenmaterial und Klebstoffe angreifen und zersetzen die Komponenten. Versuchen Sie den Kontakt mit diesen Substanzen zu vermeiden und reinigen Sie Ihre Schuhe gründlich, wenn Sie doch damit in Berührung gekommen sind.




Hydrolyse

Bei einer Tour schon mal am Wegesrand eine abgelöste Sohle gefunden und sich gefragt was da wohl passiert ist? Oder noch schlimmer, Opfer einer abgebröselten Sohle geworden und die Tour mit notdürftig fixierter Sohle beendet. Die Antwort darauf ist Hydrolyse. Wir versuchen dieses ärgerliche Phänomen hier zu erklären.

Hydrolyse ist ein chemischer Prozess bei dem Wasser eine chemische Verbindung zerstört. In unserem Fall ist davon Polyurethane (PU) betroffen, welches für die Zwischensohle verwendet wird (das Material welches zwischen Laufsohle und Schaft als Dämpfung verwendet wird). Es kann schrittweise Feuchtigkeit aufnehmen, wird härter und poröser. Das Material fängt dann an zu bröseln, zerfällt und im Extremfall löst sich die Zwischensohle komplett auf und die Laufsohle fällt ab. So gut wie alle namhaften Hersteller von hoch qualitativen Bergschuhen verwenden PU auf Ester Basis da es insgesamt das vielseitigste ist – trotz Hydrolyse. Somit kann dieses Problem auch bei anderen Herstellern auftreten.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass diese „Altersschwäche“ von außen nicht zu erkennen ist. Der Prozess beginnt von innen und selbst neuwertig erscheinende Schuhe können bereits ein geschädigtes Innenleben haben. Somit sollten Sie den Schuh nach längeren Lagerungszeiten vor der nächsten Tour nochmal „probelaufen“. Vor allem wenn diese längerer Zeit im Keller oder Speicher gelagert wurden.

Richtige Lagerung kann den Prozess der Hydrolyse verhindern. Schuhe sollten in gut belüfteten und trockenen Räumen gelagert werden und hohe Temperaturen vermieden werden. Diese Faktoren beschleunigen das Fortschreiten der Hydrolyse. Es gibt erhebliche Abweichungen wann Hydrolyse einsetzen kann. Als groben Anhaltspunkt kann man von sechs bis sieben Jahren ab Produktion des Schuhs ausgehen. Bitte bedenken Sie, dass zwischen Produktion des Schuhs und Kauf eine gewisse Zeit der Lagerung bei Asolo, Lieferung zum Händler und Lagerung dort liegen. Somit entspricht das Kaufdatum nicht dem Alter des Schuhs.  

 

Wie können Sie Ihre Schuhe vor Hydrolyse schützen?

  • Lagern Sie Ihre Schuhe an einem gut belüfteten, dunklen, kühlen und trockenen Ort
  • Schuhe von Hitze fernhalten
  • Reinigen und Pflegen Sie Ihre Schuhe regelmäßig
  • Aggressive Verschmutzungen wie z.B. Jauche nach jeder Tour abwaschen
  • Führen Sie Ihre Schuhe regelmäßig aus. Das tut ihm und Ihnen am besten!

Sollte Ihr Schuh von Hydrolyse betroffen sein ist aber das Ende noch nicht besiegelt. Aufgrund unserer „gezwickten“ Machart können Asolo Schuhe neu besohlt werden. Dabei wird die ganze Sohleneinheit erneuert und die Reise kann weitergehen!



Wiederbesohlung

Wenn der Schuh/Schaft noch in einem guten Zustand ist, die Sohle aber abgelaufen, empfiehlt es sich den Schuh neu besohlen zu lassen.

Bei ASOLO fertigen wir alle Schuhe in der „klebegezwickten“ Machart. Dies ist eine traditionelle und aufwendige Technik bei der der Schaft über den Leisten und die Brandsohle gearbeitet wird bevor die Sohleneinheit auf den eingeleisteten Schaft geklebt wird. Dies erfordert ein hohes Maß an handwerklichen Fähigkeiten. Das Ergebnis ist ein sehr beständiger Schuh mit außergewöhnlicher Stabilität und langanhaltender Passform.

Schuhe die in der klebegezwickten Machart gefertigt werden verfügen über den Vorteil, dass sie immer wieder neubesohlt werden können. Hier wird die komplette Sohleneinheit ausgetauscht, der Schaft wieder eingeleistet und die Sohleneinheit angeklebt. Ist der Schuh mit einer Steigeisenbefestigung und/oder einem umlaufenden Geröllschutzrand ausgestattet, werden auch diese Komponenten erneuert.

Wenn Ihr Schuh also noch in gutem Zustand ist, die Sohle aber abgelaufen, können Sie alle Asolo Modelle wieder neubesohlen lassen. Sie können einen fachkundigen Schuster aufsuchen, Ihren Fachhändler konsultieren oder kontaktieren Sie uns direkt unter [email protected]

Bitte geben Sie nur gereinigte Schuhe zur Neubesohlung weiter!